Kickboards und Brillanten am begehrtesten
Kickboards, Notebooks und Schmuck stehen auf Wunschzetteln an erster Stelle. Wie Handel vom Wirtschaftsfaktor Weihnachten profitiert und wieviel Deutschen im Vergleich zu anderen Europäern für Geschenke ausgeben, erzählt Isa Gartiser vom Landesverband bayrischen Einzelhandels im sueddeutsche.de-Interview.sueddeutsche.de: Was werden sich die Deutschen dieses Jahr zu
Weihnachten schenken?
Gartiser: Nach unseren Umfragen stehen
Kickboards,
Notebooks und
Schmuck an erster Stelle. Aber auch
Klassiker wie
Strickmoden und
Holzspielzeug liegen im Trend.
sueddeutsche.de: Welche Branche wird am meisten von Weihnachten profitieren?
Gartiser: Juweliere und
Spielwarenhändler machen zu Weihnachten 20 Prozent ihres Jahresumsatzes, gefolgt von
Süßwarenläden,
Keramikgeschäften und
Parfümerien.
Da sich
Konjunktur etwas erholt hat, wird
Geschäft dieses Jahr wohl gut laufen.
Umsatz hängt aber auch von
anderen Faktoren ab.
Zum Beispiel vom Wetter. Wenn es winterlich kalt ist und es am besten auch noch schneit, kommt man eher in
Weihnachtsstimmung, als wenn es mild und sonnig ist. Generell greift aber selbst
sparsamste Bürger zu Weihnachten tiefer in
Geldbeutel als sonst.
sueddeutsche.de: Hat sich
Kaufverhalten in
letzten Jahren verändert?
Gartiser: Leute achten mehr auf
Qualität, informieren sich ausführlicher und kaufen deshalb auch gezielter ein als früher.
sueddeutsche.de: Welche Rolle spielt inzwischen
Internet?
Gartiser: Bis jetzt kaufen verschwindend wenige ihre Weihnachtsgeschenke im Internet. In fünf Jahren werden das etwa fünf Prozent sein, aber ich denke, zum Weihnachtseinkauf werden
Stadtbummel und
Glas Glühwein immer dazu gehören.
sueddeutsche.de: Welche Stellenwert nimmt
Konsumfest Weihnachten in
anderen Ländern ein?
Gartiser: Deutschland liegt im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld: Gemessen am Umsatz der übrigen Monate ist in
Ungarn der Weihnachtumsatz am höchsten, gefolgt von
Griechenland und
Italien. Am wenigsten Weihnachtsumsatz im Vergleich zum Rest des Jahres machen
Niederländer und
Belgier.
Interview: Sonja Volkmann-Schluck / sueddeutsche.de
Hier zum Vergleich der Originaltext.